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Ashutosh Dhingra

Technologietransfer: Ashutosh Dhingra entwickelt Basis für zukünftige Wirkstofftests

Ashutosh Dhingra vom DZNE Tübingen erhielt im Jahr 2024 eine Förderung über 150.000 € für sein Projekt zur Erforschung der genetischen Ursachen der Parkinsonkrankheit, welches er gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Gasser durchführt. Nun erhält Ashutosh Dhingra eine weitere Förderung der Stiftung: In 2026 führt er mit dem Projekt „RAPiD-4Tau“ die Entwicklung eines Screening-Systems durch, das 4R-Tau-Ablagerungen modellierbar macht und damit die Grundlage für zukünftige Wirkstofftests schafft.

In Studien wurden bereits genetische Regionen identifiziert, die mit der Ursache von Parkinson in Verbindung gebracht werden können. Aber wie genau tragen die Gene in diesen Regionen zur Krankheit bei? Wie wirken diese Gene im Gehirn und welche Auswirkungen hätten ihre Veränderungen auf die Parkinson-Krankheit? Im Rahmen des Forschungsprojektes versuchen Ashutosh Dhingra und Prof. Thomas Gasser, die zugrundeliegenden Mechanismen der Krankheit zu entschlüsseln. Weil Parkinson bei jedem Patienten anders verläuft, könnten in Zukunft Genanalysen entwickelt werden, die es ermöglichen, Therapien individuell anzupassen. 

Neue Innovation – neue Förderung für Ashutosh Dhingra 

Nun wird Dhingras Innovationsgeist ein weiteres Mal von der DZNE-Stiftung unterstützt. Für das Forschungsprojekt „RAPiD-4Tau“ im Rahmen des Technologietransfers, welches er 2026 durchführen wird, erhält Dhingra 50.000 €. 

Ziel der Technologietransfer-Förderung ist es, Forschung in die praktische Anwendung zu überführen. Herr Dhingra beschäftigt sich in seinem Forschungsprojekt mit den Ablagerungen des 4R-Tau, einer Form des Tau-Proteins, das eine Reihe von Hirnerkrankungen verursacht, darunter Alzheimer und die frontotemporale lobäre Degeneration (FTLD). Bisher ist 4R-Tau nicht für die Forschung nachbildbar, sodass es nicht möglich ist, Wirkstoffe an Modellen zu testen. 

Prototyp schafft Basis für zukünftige Wirkstofftests

Ziel des Projekts „RAPiD-4Tau“ ist es, ein schnelles experimentelles Modell zu entwickeln, mit dem sich das bislang schwer untersuchbare 4R-Tau-Protein im Labor erstmals zuverlässig nachbilden lässt. Auf dieser Grundlage entsteht ein Screening-System, das künftig die systematische Testung potenzieller Wirkstoffe ermöglicht. Die dabei gewonnenen hochwertigen Datensätze können zudem mithilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet werden.

Herauskommen wird am Ende ein Produktprototyp, der modernste Stammzelltechnologie mit datengetriebener Analyse verbindet und eine Basis für zukünftige praktische Anwendungen schafft – sodass Wirkstoffe gegen eine Reihe von neurodegenerativen Erkrankungen getestet werden könnten.