Ernährung & Gewicht
Auch Ernährung und Körpergewicht stehen in engem Zusammenhang mit der Gehirngesundheit. Studien zeigen, dass Übergewicht in der Lebensmitte mit einem erhöhten Risiko für neurodegenerative Erkrankungen verbunden ist. Schon kleine Veränderungen können hierbei einen Unterschied machen. Selbst eine moderate Gewichtsabnahme wurde in Studien mit Verbesserungen der geistigen Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht.
Wie genau unterschiedliche Ernährungsweisen das Gehirn beeinflussen, ist wissenschaftlich noch nicht in allen Details geklärt. Dennoch zeigt sich ein klarer Trend: Eine insgesamt ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus – und damit auch auf das Gehirn. Ernährungsweisen wie die mediterrane Ernährung setzen auf viel Gemüse, Obst, Nüsse, Vollkornprodukte, Fisch sowie Olivenöl, während stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker, rotes Fleisch, Milchprodukte und gesättigte Fette reduziert werden. Auch am DZNE wurde 2021 eine Studie abgeschlossen, die darauf hindeutet, dass Menschen mit einer solchen Ernährungsweise ein geringeres Risiko für kognitive Einschränkungen haben.
Eine gute Nachricht für viele: Auch Kaffee könnte eine Rolle spielen. Eine große Langzeitstudie deutet darauf hin, dass moderater Konsum von koffeinhaltigem Kaffee oder Tee mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden ist. Entscheidend scheint dabei das Koffein zu sein – entkoffeinierter Kaffee zeigte diesen Effekt nicht. Wichtig ist jedoch: Es handelt sich um einen statistischen Zusammenhang, keinen Beweis für eine direkte Schutzwirkung.